Ordensträger Hermann Strahl © Werner Wülfing

Anno 2020 - Bundesverdienstkreuz für Hermann Strahl

 

Für sein langjähriges Wirken in Unna verlieh der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unserem Vereinsmitglied und Mitbegründer des ADFC Kreisverbandes Hermann Strahl das Bundesverdienstkreuz.

 

Für sein langjähriges Wirken in Unna verlieh der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unserem Vereinsmitglied und Mitbegründer des ADFC Kreisverbandes Hermann Strahl das Bundesverdienstkreuz. Landrat Michael Makiolla überreichte die Auszeichnung am 16. Oktober 2020 in einer kleinen Feierstunde im Kreishaus Unna. Fahrradfreund*innen ehrten ihn im Anschluss der Feier mit einem Spalier aus Fahrrädern vor dem Kreishaus.

Um Hermanns Engagement für eine umweltfreundliche Mobilität nachzuzeichnen muss man weit in die Vergangenheit zurückblicken. Bereits im Jahr 1984 engagierte er sich in Zusammenarbeit mit weiteren Sozial- und Umweltengagierten um den damaligen Paul-Gerhardt-Pfarrer und späteren Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen i.R. Alfred Buß beim Aufbau der Drahtesel-Königsborn-Werkstatt hinter dem Taubenschlag-Jugendhaus. Hierzu wurde eine alte Autowerkstatt von Südkamen nach Königsborn umgesiedelt. Für finanzschwache Personen und soziale Einrichtungen wurden hier gebrauchte Räder gesammelt und repariert. Der Drahtesel Königsborn und dessen Trägerverein Rad und Tat war u.a. auch Startrampe für den heute erfolgreichen Radhändler Stefan Hübner mit dem gleichnamigen Geschäft in Kamen.

Heute knüpft Hermann an diese Erfahrungen an, wenn er in Zusammenarbeit mit Caritas- und ADFC-Aktiven seit 2015 in einer Werkstatt an der Wasserstraße, die die Grünen in Unna zur Verfügung stellen, Fahrräder für Asylsuchende und Migranten aufbereitet. Mittlerweile konnten über 550 Flüchtlingen ein Rad zur Verfügung gestellt werden.

Aus der Drahtesel-Königsborn-Initiative entwickelte Hermann weitere Projekte. So initiierte er im Jahr 1986 die Unnaer Drahteselmärkte. Der Drahteselmarkt, eine Informations- und Werbeveranstaltung für das Fahrrad als ökologisches Verkehrsmittel, ist inzwischen Tradition. Seit dem Jahr 1993 ehrt er im Rahmen dieser Veranstaltung Bürger und Institutionen für ihre Verdienste für das Fahrrad als „Drahtesel des Jahres“.

Im November 1991 gründete er mit Gleichgesinnten in Kamen-Methler den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club Kreisverband Unna e.V. Als erster Kreisvorsitzender wurde damals Detlef Knop aus Kamen gewählt. Im Ortsverband Unna engagierte er sich seitdem durch Organisation von Touren und öffentlichkeitswirksamen Aktionen. Seit dem Jahr 2004 führte er jährlich Unnaer Neubürger per Rad zu Sehenswürdigkeiten unserer Stadt und sorgt hierdurch für eine bessere Integration von Unnas Neubürgern.

Auf seine Initiative hin wurde es seit 1991 dem ADFC Unna ermöglicht, das Umweltberatungszentrum im Rathaus Unna wöchentlich für Beratungen rund ums Fahrrad zu nutzen. Besonders in den Anfangsjahren beteiligte er sich regelmäßig an diesen Beratungszeiten. In dieser Zeit organisierte er in Zusammenarbeit mit der Verbraucherberatung, damals unter Leitung von Frau Dörthe Strübli, die UNnah-steigt-um-Kampagne im Rahmen eines landesweiten Mobilitätsprojektes, die landesweit Beachtung fand und ausgezeichnet wurde.

Im Jahr 1992 wurde die Stadt Unna in die Arbeitsgemeinschaft der fahrradfreundlichen Städte (AGFS) aufgenommen. Den Bewerbungsprozess förderte und unterstützte Hermann vielfältig vor und während der Bereisung Unnas durch die Antragskommission. Von 1995 bis zum 2004 hatte er den Vorsitz des Arbeitskreises “Fahrradfreundliches Unna“ inne. In diesem Rahmen begleitete er wichtige Entwicklungen in Richtung der Fahrradfreundlichkeit Unnas wie die Öffnung der Einbahnstraßen, den FahrRad-Stadtplan,  die Verbesserung der Schulwegsicherheit und die Radstation am Bahnhof Unn, sowie die mehrere Radverkehrskonferenzen.

Ab dem Jahr 2006 brachte er seine Sachkenntnis in den BYPAD Prozess der Stadt Unna ein. Dieser Auditierungsprozess führte im Frühjahr 2008 zur Übergabe des „Bicycle Policy Audit“ an die Stadt Unna.

Seit dem Jahr 2014 beteiligte sich die Stadt Unna jährlich an der Aktion „STADTRADELN. Radeln für ein gutes Klima“. Hermann ist seit Beginn an der Organisation und Durchführung involviert.

Hermann Strahl hat sich sein Leben lang kreativ und engagiert für die umweltfreundliche Mobilität in Unna eingesetzt. Er hat durch sein Tun die Mobilität und Lebensqualität viele Bürger verbessert. Er hat sichtbare Radspuren in unserer Stadt hinterlassen. Hierfür dankt ihm der Vorstand des ADFC Kreisverbandes Unna ganz herzlich.

 

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https://unna.adfc.de/artikel/da-strahlt-der-hermann-bundesverdienstkreuz-fuer-mitbegruender-des-adfc-kreisver

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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