Drahtesel des Jahres 2016

 

Katharinen-Hospital Unna & Rolf Wolzke-Böttcher

 

Katharinen-Hospital: Gesunde Mischung bewegt Ökologie und Ökonomie

Innenstadtparkplätze sind besonders teuer und erzeugen besonders viel Verkehr, der die Innenstadtluft hustenfreundlicher macht. Das Katharinen-Hospital hat 1000 Beschäftigte und 200 Mitarbeiterparkplätze. Das wurde oft eng. Die Schöpfung wahren, ist eine der Grundhaltungen, die im Hause angestrebt und gelebt wird. Und so machte sich das Team um Personalleiterin Jutta Kappel auf den Weg. Mit Dirk Krahmann, der für den Kreis Betriebe in Sachen Mobilität berät, und dem Personalrat wurde ein Konzept entwickelt, dass jetzt immer mehr Beschäftigte auf umweltfreundliche Wege lockt. 60 hochwertige Räder werden inzwischen von Beschäftigten geleast. Wartung und Versicherung sind im fairen Preis inbegriffen. Nebenher werden 60 Job-Tickets genutzt. Insgesamt nehmen inzwischen 250 Mitarbeiter am Mobilitätsprojkekt des Hauses teil. Das ist ein Viertel. Wenn alle Innenstadtunternehmen diesem Weg folgten, könnte Unna deutlich besser durchatmen. Vor allem Autofahrer, denn die Parkplätze würden reichlich reichen. Aus diesem Grunde wurde das Modell auch mit dem „Human-Ressource Excellence Award“ ausgezeichnet, einem Preis der gleich nach dem Drahtesel des Jahres gerankt wird.

Rolf Wolzke-Böttcher: Unnas geräderter Stadtmusikant

Bekanntes Gesicht, vertraute Töne, nicht nur bei allen Drahteselmärkten der letzten Jahre, bei allen Rad-Events, beim Anbaden, bei Vielfaltskultur, Stadtfesten: Leierkasten-Robby spielt mit und auf. Rolf Wolzke-Böttcher hat einen eher harten Lebensweg bis heute fröhlich durchgestrampelt. Vor 53 Jahren in Unna geboren, damals-typisch Bergbauschlosser gelernt, dann diverse Berufe, heute Lagerist. Seit neun Jahren wieder glücklich in Unna. Für ein Geburtstagsständchen lieh er sich von Edda Schwill, Minigolfplatzbetreiberin in der Massener Heide, den Leierkasten. Die Nummer kam gut an und Leierkasten-Robby war geboren. Nachdem er auf dem Drahteselmarkt die geräderte holländische Jazzband auf einem 6er-Rad sah, ruhte er nicht, bis seine Orgel auf die Räder kam. Zusammen mit der Drahteselmarkt-Belebern der Dortmunder Velo-Kitchen entwickelte er sein heutiges Modell. 230 kg Musik rollt Robby durch Unna und diverse Städte. Unna-Fröndenbergs-Holzwickedes Partnerstädte an der Mulde hat er mehrfach bespielt, aber auch in Weymouth und Portland, Howis englischen Partnerstädten ist sein Spiel bekannt. 420 Titel hat er inzwischen auf 120 Spulen gespeichert. Hinter elf Titel ist er noch her. Da helfen Kollegen, wie Fröndenbergs Leierkastenmann Wilhelm, der Robbys Hochzeit artgerecht begleitete. Und weil er sein Leben immer fantasievoll selbst-inszeniert heiratete er seinen Partner in Hartha. Inzwischen haben sie ihren Oldtimer-Daimler stillgelegt. Zur Pflege der schwerkranken Mutter radeln beide zweimal die Woche nach Holzwickede. Auch im Alltag geht jetzt fast jeder Weg auf dem Rad. Weil er selbst kränkelt, hat er sich jetzt auch ein E-Bike angeschafft, denn das "Mitstrampeln hält Muskeln und Gemüt in Schwung“!

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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