Charlotte Kunert in Vertretung für Dr. Eberhard Finke, Beate Schäff (ADFC), Helmut Schwalbe (ADFC), Dr. Jochen Stemplewski © Werner Wülfing

Drahtesel des Jahres 2011

 

Dr. Eberhard Finke und Dr. Jochen Stemplewski

 

Dr. Eberhard Finke

ist seit gut 25 Jahren Chef der neurologischen Abteilung des Evangelischen Krankenhauses Unna. Auch in dieser Funktion gab es mindestens zwei Schnittstellen zum Fahrradfahren, doch die Ehrung heute geht vor allem an den Menschen Eberhard Finke, der zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter nicht nur zur Arbeit radelt. Der Familienvater von vier Kindern motiviert als unaufdringliches Vorbild nicht nur Patienten und Mitarbeiter. „Der hat's ja wirklich nicht nötig, Rad zu fahren“, hörten wir es in Unna raunen. Und das war unser Lieblingsgrund zur Ehrung: Eberhard Finke radelt nicht aus Not, sondern aus lebendiger Vernunft und Freude. Dass er dabei nicht die Öffentlichkeit sucht, macht ihn nur noch preiswürdiger.
Bewegungsarmut ist eine Hauptursache für viele Erkrankungen, bishin zum Schlaganfall, die Dr. Finke Patienten liefern. Dr. Finke war übrigens auch vor 25 Mitbegründer der

"Gesundheitsarbeitsgemeinschaft Unna", die in vielen Bereichen vorbeugend zu wirken versuchte. "Krankenhäuser sind manchmal auch Gesundheitshäuser" sagte er damals. Zusammen mit dem ADFC und dem Behindertensportverein "Auf geht's" wurden damals auch unter dem kritisch-fordernd-fördernden Blick von Dr. Finke "Reha-Radfahr-Kurse" entwickelt, die einigen Patienten bis heute die Radien der beschränkten Lebenswege deutlich erweiterten. Dr. Finke sucht als Person nicht die Öffentlichkeit. Er weilt heute im Urlaub und lässt Charlotte Kunert den Preis entgegennehmen, die auch die Krankheitsverhinderungsarbeit des Krankenhauses betreut. Der ADFC freut sich, dass der Gesundheitsstandort Unna erfreulich vorbeugend antritt! Zum dritten Mal geht ein Drahtesel an ein Krankenhaus und zweiten Mal ins EK!

Dr. Jochen Stemplewski,

der Vorstandsvorsitzende von Lippe-Verband und Emschergenossenschaft, Unnas Drahtesel 2011! Der ADFC-Unna ist stolz, den vielfach-geehrten "Bürger des Ruhrgebiets 2010", den Chef der vielfältig ökologisch, ökonomisch, sozial ausgezeichneter Verbände, heute hier mit einem kleinen Preis "von unten" weiterveredeln zu dürfen. Unnas Radfahrer danken ihm für viele Kilometer wunderbar gewandelte Abwassergräben, die heute nicht nur meist zu biotypischen Bächen mit biotopischen Umgrünungen veredelt worden sind. Sie werden von gut ausgeschilderten Radwegen begleitet, auf die durch gut gestaltete Radkarten immer mehr Radfahrer gelockt werden. Unna hat nicht nur im Bereich des Seseke-Programms davon profitiert. Das Kulturhauptstadt-Projekt "Über Wasser gehen" hat im vergangenen Jahr nicht nur Unna mit einem Kunstwerk veredelt, sondern auch viele Unnaer auf inspirierende Wege in die Tiefen der Nähe des Nordkreises gelockt. Der ADFC-Unna wirkt schon seit Jahren mit dem Lippe-Verband zusammen. Baumaßnahmen und Radkartenwerke werden vom Lippeverband meist unter Einbeziehung des Sachverstandes von uns geräderten Experten vorgenommen. Dadurch wurden Lindenbrauerei und Lichtkunstzentrum in die Lippe-Tourkarte aufgenommen. Der ADFC konnte auch mehr als 2.000 Radkarten des Lippe-Verbandes in den letzten Jahren an Unnas Bürger weiterreichen. Natürlich stehen noch Wünsche offen, so der Lückenschluss Vaersthausener Straße - Afferder Weg. Jochen Stemplewski hat nach einer steilen Verwaltungskarriere jetzt 20 Jahre mit Abwassergeldmilliarden ein unglaubliches Landschaftsrecycling für alle Sinne merkbar geschaffen. Viele ehemalige Kritiker auch in ADFC-Reihen genießen heute das Werk mit offenen Nasen und Hirnen. Und der gesamte Lippeverband-Aufsichtsrat begutachtet auf dem Rad und auf Sicht einmal jährlich die wichtigsten Projekte. Für all das wollen wir heute Jochen Stemplewski und seinen motivierten und motivierenden MitarbeiterInnen danken!

 

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https://unna.adfc.de/artikel/drahtesel-des-jahres-2011

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    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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