Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Ortsgruppe Unna

Im Vordergrund sind drei Räder stehend und liegend auf einer Rasenfläche zu sehen, im Hintergrund sind ein paar Menschen auf dem Rasen stehend mit einem Fußball zu sehen.

Mit dem Rad können Menschen einfach und ohne große Kosten am alltäglichen Leben teilhaben und zum Beispiel zum Bolzplatz um die Ecke kommen. © Unsplash, Mitchell Luo

Das Fahrrad rechnet sich!

Fahrrad-Infrastruktur bringt Menschen zur Ausbildung, zur Arbeit und zueinander und der Einzelhandel profitiert von im Schnitt höherem Umsatz durch Radfahrende. Zudem ist das Rad ein Wirtschaftsfaktor, mit über 50.000 Beschäftigten alleine in NRW.

Vier gute Argumente fürs Rad in NRW

  1. Radfahren ist ein Wirtschaftsfaktor: Über 50.000 Menschen arbeiten in der Fahrradwirtschaft in NRW – Tendenz steigend.
  2. Radfahrende sind kaufkräftige Kund:innen: Einzelhandel profitiert von im Schnitt höherem Umsatz durch Radfahrende.
  3. Radfahren ist effizient und ein Gewinn für Stadt & Mensch: Mehr Platz fürs Rad, mehr Platz für Alle.
  4. Radfahren fördert soziale Teilhabe: Fahrrad-Infrastruktur bringt Menschen zur Ausbildung, zur Arbeit und zueinander.

Das Fahrrad rechnet sich! 

 

Ein Fahrradladen mit zugehöriger Werkstatt.
Ein Fahrradladen mit zugehöriger Werkstatt. © Unsplash, Tom Austin

Über 50.000 Menschen arbeiten in der Fahrradwirtschaft in NRW – Tendenz steigend 

Radfahren ist ein Wirtschaftsfaktor 

In NRW ist die Zahl der Erwerbstätigen in der Fahrradwirtschaft innerhalb von zehn Jahren um knapp 20 % auf über 50.000 gestiegen. Auch beachtlich ist das solide Wachstum der nordrhein-westfälischen Fahrradwirtschaft von über 3 % pro Jahr im vergangenen Jahrzehnt. Besonders im Handel zeigt sich eine dynamische Entwicklung: In diesem Kernsegment hat sich die Bruttowertschöpfung in den vergangenen zehn Jahren fast verdoppelt. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Fahrradbranche in NRW ist ein Wachstumsmarkt und sichert Arbeitsplätze.

Lastenrad-Stellplätze vor einem lokalen Supermarkt in Stommeln, NRW
Lastenrad-Stellplätze vor einem lokalen Supermarkt in Stommeln, NRW © ADFC NRW

Einzelhandel profitiert von im Schnitt höherem Umsatz durch Radfahrende

Radfahrende sind kaufkräftige Kund:innen 

Der lokale Einzelhandel profitiert von verkehrsberuhigenden Maßnahmen und Fahrradförderung. Denn anders als oft vermutet, ist es nicht der kostenlose Auto-Parkplatz vor dem Geschäft, der den Umsatz bringt, sondern Maßnahmen, die das Verweilen und die Mobilität zu Fuß und mit dem Rad angenehm machen. Mehrere Studien zeigen, dass Radfahrende zwar pro Einkauf weniger ausgeben als Autofahrende, aber häufiger einkaufen und dadurch im Schnitt mehr Geld ausgeben. Außerdem kaufen Menschen auf dem Rad vor allem in ihrer direkten Umgebung ein und stärken dadurch den lokalen Einzelhandel. 

 

Fahrradstreifen mit baulicher Trennung in Aachen
Fahrradstreifen mit baulicher Trennung in Aachen © ADFC NRW

Mehr Platz fürs Rad, mehr Platz für Alle

Radfahren ist effizient und ein Gewinn für Stadt & Mensch 

Studien zeigen: Auf Strecken von bis zu fünf Kilometern Länge ist das Fahrrad schneller als das Auto oder der ÖPNV. Außerdem hat das Radfahren Vorteile für andere Verkehrsteilnehmenden. Denn je mehr Menschen auf dem Rad unterwegs sind, desto stärker wird der Autoverkehr entlastet. Zudem ist das Rad leise und fast emissionsfrei.

Radwege und Fahrrad-Stellplätze brauchen deutlich weniger Fläche als die Infrastruktur anderer Verkehrsmittel. Zum Beispiel können auf der Fläche eines Autoparkplatzes etwa acht Fahrräder sicher und komfortabel abgestellt werden. Das bringt wiederum mehr Platz für andere Verkehrsteilnehmende, für Außengastronomie oder für attraktive Stadtgestaltung! 

 

Im Vordergrund sind drei Räder stehend und liegend auf einer Rasenfläche zu sehen, im Hintergrund sind ein paar Menschen auf dem Rasen stehend mit einem Fußball zu sehen.
Mit dem Rad können Menschen einfach und ohne große Kosten am alltäglichen Leben teilhaben und zum Beispiel zum Bolzplatz um die Ecke kommen. © Unsplash, Mitchell Luo

Fahrrad-Infrastruktur bringt Menschen zur Ausbildung, zur Arbeit und zueinander

Radfahren fördert soziale Teilhabe

Im Vergleich zum Auto oder ÖPNV ist das Fahrrad ein günstiges Fortbewegungsmittel. Mit dem Fahrrad können auch Kinder und Jugendliche, Menschen mit geringem Einkommen oder Menschen ohne Führerschein mobil sein. Das Fahrrad ermöglicht es ihnen, ohne große Kosten zur Schule oder zur Arbeit zu fahren, zum Bolzplatz zu kommen, einem Ehrenamt nachzugehen oder auch im Stadtgebiet etwas weiter entfernte soziale Kontakte zu treffen. Eine gut ausgebaute Fahrradinfrastruktur fördert soziale Teilhabe und ist deshalb auch am Stadtrand oder im ländlichen Raum sehr wichtig. 

 

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