Anne-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC

Ann-Kathrin Schneider, politische Geschäftsführerin des ADFC © ADFC / Deckbar

Statement zum IPCC-Bericht: ADFC fordert „Verkehrswendeministerium“

 

Statement zum IPCC-Bericht:

ADFC fordert „Verkehrswendeministerium“

 

Den heute vorgelegten Sachstandsbericht des Weltklimarats („IPCC-Bericht“) versteht der Fahrradclub ADFC als dringenden Appell an Deutschland, den Verkehrssektor kraftvoller als bisher klimafreundlich umzugestalten. Notwendig dafür ist die Weiterentwicklung des Bundesverkehrsministeriums zu einem Verkehrswendeministerium und eine klare Priorisierung des Radfahrens bei der Mobilität in Städten und Gemeinden.

ADFC-Bundesgeschäftsführerin Ann-Kathrin Schneider sagt: „Um die katastrophalsten Folgen der Klimakrise abzuwenden, reicht es nicht, 50 Millionen Autos auf E-Antrieb umzustellen – und im Übrigen weiterzumachen, wie bisher. Wir brauchen eine völlig neue Mobilitätskultur, in der es selbstverständlich ist, täglich das Rad zu benutzen. Auch beim Pendeln gibt es massenhaft ungehobenes Potenzial, Autofahrten und CO2 einzusparen. Mit einem Verkehrsministerium, das in der Förderpolitik und beim Gesetzesrahmen weiter den Autoverkehr priorisiert, klappt das nicht. Wir brauchen unter der neuen Bundesregierung ein Verkehrswendeministerium, das in den ersten 100 Tagen ein neues Straßenverkehrsgesetz vorlegt – mit klarem Vorrang für die klima- und umweltfreundlichen Verkehrsarten. Damit Deutschland schnell Fahrradland mit lückenlosen Radwegenetzen wird, brauchen wir eine gesetzlich geregelte Finanzierung anstelle von kurzatmigen Sonderprogrammen. Die Zeit drängt.“

Radinfrastruktur ist wesentlich für Klimaziele

50 Prozent der mit dem Auto zurückgelegten Fahrten sind kürzer als fünf Kilometer, 25 Prozent sogar kürzer als zwei Kilometer. Diese Größenverhältnisse gelten sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Es besteht also ein erhebliches Verlagerungspotenzial, wenn es ein attraktives Radinfrastrukturangebot und einen gut ausgebauten ÖPNV gibt. Die von der Bundesregierung eingesetzte Fachkommission „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ bestätigt, dass der Radverkehr einer der größten CO2-Hebel im Bereich der urbanen Mobilität ist.

Hinweis an Redaktionen: Ein Porträt von Ann-Kathrin Schneider finden Sie unten. 

Aktionsplan für die neue Bundesregierung: Unsere Forderungen mit dem Titel „So geht #Fahrradland“ finden Sie unter www.adfc.de/bundestagswahl2021

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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