ADFC-Sharepic Klimastreik 25.09.2020

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ADFC unterstützt Globalen Klimastreik von FFF: Radwegenetze bauen - jetzt!

 

ADFC unterstützt Globalen Klimastreik von FFF / Radverkehr verdreifachen passiert nicht von selbst – Radwege bauen, jetzt!

 

Der Fahrradclub ADFC unterstützt in vielen Städten den Globalen Klimastreik von Fridays for Future am 25. September 2020. Der weltgrößte Interessensverband der Radfahrerinnen und Radfahrer appelliert damit an Kommunen im ganzen Land, schnellstens zusammenhängende Radwegenetze einzurichten – und dafür die bereitstehenden Fördermillionen aus dem Klimapaket zu verplanen.   

ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Vor einem Jahr haben wir mit bundesweiten Demos an die Bundesregierung appelliert, den Radverkehr als Problemlöser im Verkehrssektor endlich ernst zu nehmen und ausreichend Mittel für den dringend notwendigen Radwegebau zur Verfügung zu stellen. Das Geld ist jetzt da – aber in den Kommunen geht es trotzdem nicht voran! Im Gegenteil: Städten wie Berlin, die in Schnellbauweise dringend benötigte Radwege anlegen, werden mit juristischen Hackentricks auch noch Steine in den Weg gelegt! Wir brauchen keine Lippenbekenntnisse mehr – wir brauchen gute Radwege!“   

ADFC-Demos für #MehrPlatzFürsRad in vielen Städten

Schon 2019 hatte der Fahrradclub die Demos von Fridays for Future vielerorts unterstützt – und die kräftige Förderung des Radverkehrs als wichtige Stellschraube für die Einhaltung der Klimaziele im Verkehrssektor gefordert. Diese Forderung wurde von der Bundesregierung eingelöst, allerdings hapert es noch am der konkreten Umsetzung in Stadt und Land. Der Radwegebau – und die dafür notwendige Umgestaltung des Straßenraumes – kommt nicht voran. Deshalb ist der ADFC unter anderem in Berlin, Hamburg, München, Leipzig, Regensburg, Heilbronn, Kleve, Osterholz und Tutzing mit Popup-Radwegen und #MehrPlatzFürsRad-Bannern bei den FFF-Demos dabei.    

900 Millionen Euro für Qualitätsradwegenetze stehen bereit

Das Klimapaket der Bundesregierung enthält umfassende Maßnahmen, um die „bei Weitem noch nicht ausgeschöpften Potenziale des Radverkehrs“ zu heben. Dafür verdreifacht der Bund die Mittel für den Radverkehr bis 2023 auf 1,45 Milliarden Euro und bis 2030 auf 2,4 Milliarden Euro. Mit dem Klimapaket hat der Bund sich verpflichtet, gemeinsam mit Ländern und Kommunen „Radverkehrsnetze“ zu realisieren, auf denen sich „jeder Verkehrsteilnehmer“ sicher fühlt und „jeder Weg mit dem Fahrrad zurücklegbar“ sein wird.

Breite politische Bündnisse – statt Lagerdenken

Laut Klimapaket sollen „flächendeckende Radwegenetze“ geschaffen werden, indem normale Straßen zu „Fahrradstraßen“ ausgebaut, „Fahrstreifen in geschützte Radfahrstreifen umgewandelt“, „Knotenpunkte sicher umgestaltet“ und „moderne Fahrradparkhäuser“ gebaut werden. Außerdem soll der Radverkehr nach Möglichkeit durch „grüne Wellen“ beschleunigt werden. Um die unterlegten Klimaziele zu erreichen, müsste der Radverkehr von derzeit 11 auf mindestens 25 Prozent Anteil am Gesamtverkehr gesteigert werden. Für die Planung und Umsetzung von Radwegenetzen in hoher Qualität sind nun die Länder und Kommunen gefragt. Peters: „Die Menschen wollen Radfahren, das hat der Fahrradboom der letzten Monate eindrücklich gezeigt. Es wird höchste Zeit, dass auch die Kommunen breite politische Bündnisse für mehr Radverkehr bilden! Die Entlastung der Städte von zu viel Autoverkehr und die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden gehen alle an – das hat nichts mit Ideologie zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand!“

Hinweise für Redaktionen: ADFC-Vizebundesvorsitzende Rebecca Peters nimmt an der FFF-Demo in Bonn teil. Die ADFC-Pressestelle vermittelt gern Interviews.Themenfotos, Sharepics und ältere Pressemitteilungen finden Sie im Pressebereich des ADFC. Tipps für Kommunen zur schnellen Umsetzung von Qualitätsradwegenetzen hat der ADFC in einem Themendossier auf www.adfc.de/kommunen zusammengestellt.  

Über den ADFC

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit rund 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

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https://unna.adfc.de/pressemitteilung/adfc-unterstuetzt-globalen-klimastreik-von-fff-radwegenetze-bauen-jetzt

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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