ADFC bringt Unna aufs Rad

 

In der Jahreshauptversammlung präsentiert der Radclub seine Leistungsbilanz, übt Kritik an der Unnaer Verkehrspolitik und wählt ein neues Sprecherteam.

 

Radfahrschule des ADFC Unna

Der Unnaer ADFC bringt die Kreisstadt auf Touren: Rund 1.200 Menschen radelten im Jahr 2022 mit bei den geführten 106 Ausflügen, die der Fahrradclub in der Woche und am Wochenende angeboten hat. Nicht nur viele der400 Mitglieder, sondern auch viele Nichtmitglieder strampelten fast 4.900 Kilometer, bewältigten einen Höhenunterschied von 20.500 Metern – zweimal den Mount Everest und zurück. Auch in diesem Jahr ist das Tourenangebot mit 104 Angeboten prall gefüllt.

Leistungsbilanz der ADFC-Ortsgruppe in der Jahreshauptversammlung am 17. Januar. Nicht die einzige: Die Fahrradschule brachte Erwachsene in den Sattel, bot erstmals erfolgreich auch ein E-Bike-Seminar an, das in 2023 wiederholt wird. Räder wurden codiert. 754 Fahrräder wurden seit Gründung von ‚Räder für Flüchtlinge und sozial Bedürftige‘ (Initiative von ADFC, GRÜNEN und Caritas) ab Frühjahr 2015 bis Ende 2022 für Geflüchtete instandgesetzt. 120 Räder wurden allein im letzten Jahr gegen einen Betrag von 10 bzw. 15 Euro abgeben. Beim Stadtradeln brachte der ADFC insgesamt 58 Teams in Bewegung – weniger Teilnehmer*innen als im Vorjahr, aber mehr Kilometer pro Teilnehmenden – da soll in diesem Jahr noch deutlich nachgelegt werden. Großveranstaltungen wie der Drahteselmarkt am ersten Maiwochenende, dann zweimal Kidical Mass, die bunte Fahrraddemo für Kinder und Jugendliche, stehen auf dem Programm.

Und in der Unnaer Verkehrspolitik will der ADFC weiterhin den Fußgänger*innen und Radler*innen eine Stimme geben und für eine Verkehrswende werben. Wobei die in der Vergangenheit leider oft überhört wurde, stellte der bisherige ADFC-Sprecher Helmut Papenberg nüchtern fest. Auf die Umsetzung des vom Rat 2016 beschlossenen „Zielnetzes“ mit sicheren und komfortablen Radrouten aus allen Ortsteilen ins Zentrum warten die Radler*innen bis heute: Lediglich die Fahrradstraße in der Platanenallee wurde mit vielen Anlaufschwierigkeiten realisiert. In diesem Jahr sollen endlich weitere Projekte wie etwa der Innenstadtring, Mobilstationen in Lünern und Unna-Königsborn umgesetzt werden. Ob das wirklich eingelöst wird – Helmut Papenberg hat da nach den Erfahrungen massive Zweifel.

Der langjährige Sprecher gab in der Jahreshauptversammlung das Amt aus Altersgründen ab – die ADFC-Mitglieder dankten ihm für die Verdienste. Und wählten dann ein Sprecher-Trio als Nachfolgerinnen. Jünger und weiblicher: Tanja Bork, Monika Köpp und Carsten Hellmann bilden jetzt die Spitze des Unnaer ADFC. Die Vorgänger und Vertreter der Arbeitsgruppen sicherten ihnen volle Unterstützung zu.

 


https://unna.adfc.de/neuigkeit/adfc-bringt-unna-aufs-rad

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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