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Verkehrswende statt Fahrverbote

 

Düsseldorf, 29.01.2018

 

Nach einer in Auszügen veröffentlichten Berechnung des CAR (Center Automotive Research) Institutes an der Universität Duisburg-Essen drohen unter anderem in Köln und in Düsseldorf Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge.

Um die Stickoxidbelastung in den betroffenen Städten zu reduzieren, nennt der Autoexperte Ferdinand Dudenhöfer in Medienberichten als Maßnahmen nur Fahrverbote und die Umrüstung von Dieselfahrzeugen.

Dazu erklärt Thomas Semmelmann, Landesvorsitzender des ADFC NRW: „In der Diskussion über die Reduktion von Feinstaub in den Städten kommt das Fahrrad als echte Alternative viel zu kurz. Über allem schwebt das drohende Fahrverbot von Dieselfahrzeugen. Hektisch wird nach Lösungen gesucht, wie Dieselfahrzeuge umgerüstet werden können und es wird die Schrottprämie aus der Mottenkiste herausgeholt.“

Das Problem könne nur gelöst werden, indem weniger Auto gefahren wird. „Das sollte aber nicht durch Fahrverbote erreicht werden, sondern durch eine echte Verkehrswende. Wir müssen hin zu mehr Radverkehr und öffentlichen Nahverkehr. 70 Prozent der Wege, die wir täglich mit dem Auto zurücklegen, sind kürzer als 10 Kilometer. Deshalb ist das Fahrrad ein wichtiger Teil der Lösung“, so Semmelmann.

Die Stadt Düsseldorf sei auf dem richtigen Weg mit der Einrichtung einer Stabstelle für die Verkehrswende. Semmelmann: „Die Politik sollte die Entschlossenheit an den Tag legen, andere Wege zu beschreiten als nur Flickschusterei veralteter Technologien zu betreiben, die dann schlimmstenfalls auch noch mit öffentlichen Steuergeldern subventioniert werden. Die wären besser und sinnvoller investiert in den Ausbau einer sicheren und komfortablen Radverkehrsinfrastruktur."

 


https://unna.adfc.de/pressemitteilung/verkehrswende-statt-fahrverbote

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