Visualisierung Protected Bike Lanes in Berlin

Visualisierung Protected Bike Lanes in Berlin © SenUVK/Visualisierung Bloomimages

Fahrradnovelle muss wieder in Kraft gesetzt werden!

 

Nr. 15/2020, Düsseldorf, 18.09.2020

 

Der ADFC-NRW kritisiert die heutige (18.09.2020) Debatte im Bundesrat über Straßenverkehrsordnung und Bußgeldkatalog als „weiteren verlorenen Tag für die Sicherheit der Radfahrer*innen in NRW“. Durch einen Formfehler in der im Frühjahr überarbeiteten Straßenverkehrs-Ordnung fallen derzeit auch die Bußgelder für gefährdendes Verhalten gegenüber Radfahrenden zurück auf das Niveau vor der Reform.

Der Fahrradclub appelliert dringend an das Bundesverkehrsministerium und die Landesregierungen, die Debatte um Fahrverbote für Raser gesondert zu führen – und die Verbesserungen für den Radverkehr unverzüglich wieder in Kraft zu setzen.

Der ADFC-NRW-Vorsitzende Thomas Semmelmann: „Die neue Straßenverkehrsordnung hatte zahlreiche Verbesserungen für den Radverkehr gebracht, für die wir als ADFC lange gekämpft haben. Zum Beispiel der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern, höhere Bußgelder für zugeparkte Radwege oder das Anhalten auf Schutzstreifen. Aber jetzt droht die Reform zu kippen, weil sich die Länder unter anderem nicht über die Bußgelder für Raser einigen können. Das ist ein weiterer verlorener Tag für die Sicherheit der Radfahrenden in NRW. Dieses Aussitzen ist ein Schlag ins Gesicht der vielen Kinder und Familien, die an diesem Wochenende in 21 Städten bei uns in NRW bei der Aktion „Kinder aufs Rad!“ für mehr Sicherheit im Straßenverkehr auf die Straße gehen.“

Auch der Bundesgeschäftsführer des ADFC, Burkhard Stork, schlug heute vor, notfalls zunächst das Raser-Thema auszuklammern und die erzielten Verbesserungen für Radfahrende sofort in Kraft zu setzen.

Über den ADFC NRW
Der ADFC NRW e.V. ist mit mehr als 46.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In knapp 40 Kreisverbänden und 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrads ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrer*innen mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.

 


https://unna.adfc.de/pressemitteilung/fahrradnovelle-muss-wieder-in-kraft-gesetzt-werden

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    weiterlesen

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

    weiterlesen

  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

    weiterlesen

Ich möchte dabei sein!

Bleiben Sie in Kontakt